
Es gibt nie einen Anfang, wenn man kein Ziel hat und auch keinen Ende ohne einen Start.
Gleise sind ebenfalls so... Sie fangen irgendwo an und enden auch an einem anderen Punkt in einer Sackgasse... Am Rand der Gleise sind Bahnhöfe... das können Stationen sein und auch Knotenpunkte... an einigen steigt man schnell um; an anderen verweilt man länger. An anderen Punkten bleibt man...
Das Leben ist gleich...
Gleise können zu jemanden hinführen... doch sie können einen auch weit weg bringen... was besser ist, das weiß man nicht... und wenn doch, dann ist es manchmal zu spät...
Gleise können einen auch zu geliebte Menschen führen... wo man mit Liebe empfangen wird, mit einem warmen Kakao, Keksen und wohliger Wärme... Wärme die man braucht, nachdem man der Kälte entflieht, der Ungerechtigkeit, der Liebe oder Lieblosigkeit....
Fühlt es sich an, versagt zu haben? Oder hat man das Richtige getan? Das Tageslicht wird es zeigen...

Bei Dunkelheit glitzern Gleise grünlich und es strahlt Ruhe aus... Obwohl man an Bahnsteigen zu dieser Jahreszeit friert... dazu kommt die emotionale Kälte... aber was noch schlimmer ist, ist die Leere...
Wenn man in einen Zug steigt, lässt man etwas zurück.... doch die Erinnerung nimmt man mit... egal wie weit man fährt...
Der Zug ist pünktlich... den Anschluß habe ich bekommen...
Pünktlich zur Geisterstunde gelange ich ans Ziel... oder doch nur eine Zwischenstation? Auf jedenfall eine Verschnaufpause...
Bis zur nächsten Reise... auf den Gleisen des Lebens...
