

Nachdem am Samstag das Wetter ja nicht so prächtig aussah und schon zwei Regengüsse abgegangen sind, kam ich dann mit einem Platzregen so gegen 13 Uhr auf dem Amphitheater in Gelsenkirchen an, um dem Blackfield-Festival beizuwohnen.
Da mich Oswald Henke von Goethes Erben und fetisch:mensch eingeladen hatte, suchte ich erstmal den VIP und Presseeingang. Vollkommen unkompliziert erhielt ich dann den erforderlichen Einlass.
Es wird kaum jemanden wundern, dass ich der einzige Emo weit und breit war und mit schwarzen Chucks über Matsch und Pfützen sprang, denn mit nassen Füssen ein Festival zu erleben, ist für die Gesundheit nicht gerade förderlich ;-)
Also dann erstmal Unterschlupf in unserem
www.SchwarzerNebel.com Shop unterschlupf gesucht und natürlich auch dem PapaMadness und der Alieha "Hallo" zu sagen.
Oswald und fetisch:mensch waren für 14.30 Uhr avisiert und da dann auch die Sonne wieder herauskam, war meine Vorfreude entsprechend, da nach dem Auftritt ein Interview für DarkestRadio.com folgte.
Mit Lea, die Tochter von PapaMadness und Alieha schnappte ich mir dann ein paar Flyer von uns und machten uns auf in Richtung Bühne.
Verteilten dann da ein paar Werbeflyer von uns, da aber Oswald immer mit Musikuntermalte Geschichten erzählt, wo die bestehenden Fans und auch neue Fans bedächtig ruhig zuhörten, wollten wir die Atmosphäre nicht durch Verteilen, stören.
Als erfahrener Open-Air-Festival-Gänger, entschieden wir uns, auf einen der Tribünen Platz zu nehmen und die Musik-Geschichten zu geniessen.
Ich versuche jetzt, die eizigartige Atmosphäre zu beschreiben und bitte Euch, liebe Leser, Euch von Eurer Phantasie beflügeln zu lassen und einen kurzen Augenblick, durch meine Augen zu sehen.
Auf den Tribünen komplett in Schwarz gekleidete Mensche. Mittelaterliche, sowie moderne Gothics umrahmten eine Art Musikmuschel, eben wie ein Amphitheater. Die Sonne, die sich durch Regenwolken kämpfte, im Nacken, die die Bühne hell erstrahlen ließ. Im Hintergrund der Bühne, der Rhein-Herne-Kanal, der von Schiffen befahren wurde und auf der anderen Seite des Ufers, sattes Grün und ein paar Schwarzträger, die auch von dort der Musik lauschten. Unmittelbar über der grünen Böschung, wie eine horizontale Linie, der Himmel. Bedingt durch die starken Sonnenstrahlen, wirkten die Wolken fast Schwarz. Richtig dunkel und bedrohlich, doch diese zogen nur vorbei. Ein unglaubliches Panorama... und dazu die Klänge von fetisch:mensch!
Grandios und unbeschreiblich. Einfach einmalig!!
Ich fuhr kurzzeitig mein Kopfkino ab und erinnerte mich an die Szene aus dem Film "Königin der Verdammten", wo Lestat de Lioncourt auch auf der Bühne performed, er von Vampiren angegriffen wird und mit lautem Getöse, die Bühne aufbricht und die Königin der Verdammten aus dem Boden kommt, um die Angreifer in Flammen aufgehen zu lassen.
Bei dem schwarzen Publikum hätte es mich nicht wirklich gewundert ;-)
Aber keine Sorge, Gothics sind sehr friedliche Menschen und im Gegensatz zu "Normalos" kam nie ein schiefer Blick oder so dümmliche Argumente wie "Guck mal, ein Emo!"
Eine lockere, entspannte Atmosphäre des Miteinanders, von welcher die Bunte Welt nur träumt, aber nicht weiß, wie sie unterschiedliche Denkweisen unter einem Hut bringen soll...
Nach dem Auftritt von fetisch:mensch, wartete ich am Backstage-Bereich und liess Oswald erstmal seine Öffentlichkeitsarbeit machen. Fotos mit Fans, Unterschriften, Autogramme... das übliche halt...
An unserem Stand machte Oswald freundlicherweise ein wenig weitere Offentlichkeitsarbeit und signierte seine Bücher, die auch in unserem Shop erhältlich sind, doch auch da kamen immer wieder Fans, die Oswald freundlich und geduldig begrüßte, mit ihnen redete, sich fotografieren liess und weiter Autogramme gab.
Ich bewundere immer solche Menschen, die mit stoischer Ruhe und Gelassenheit, den Wünschen der Fans nachkommen.
Bei Oswald hat man schnell den Eindruck, man ist ihm Willkommen und nicht, wie man es durch andere bedeutende Persönlichkeiten her kennt, man soll zwar deren Kunst erwerben und sie anbeten, aber ansonsten behandeln jene ihre Fans wie den letzten Pöbel.
Für jeden hatte Oswald ein nettes Wort übrig, ein Lächeln und ein Handshake.
Einige schielten dabei schon leicht neidisch auf meinen "Artist"-Ausweis und mein andersfarbiges Erkennungsbändchen, wovon einer mir auch mit Überredungskunst versucht hat, das abzuschwatzen; jedoch blieb ich "eisern". Mal abgesehen davon, sind derartige Ausweise nicht übertragbar und ich auch nicht so dumm bin, mir meine eigene Türe zuzuschlagen ;-)
Ein Interview machten wir natürlich auch, was es bei
www.DarkestRadio.com zu hören gibt, bzw. ich plane gerade ein Special. Dazu solltet ihr hin und wieder hier Vorbeischauen und/oder auf unserer Radioseite, unter "News", was aber in den kommenden 14 Tagen sein wird.
Eine Verlosung wird es auch wieder geben, aber diesmal nicht ein Album, sondern etwas Einzigartiges für unsere Hörer, was ich aber jetzt noch nicht verrate.
Nur soviel sei gesagt: Es hat natürlich mit Oswald Henke zu tun und dem bevorstehenden Amphi-Festival in Köln
Infos über Oswald Henke gibt es unter
www.oswald-henke.deInfos und Kartenvorverkauf für das Amphi-Festival unter
www.amphi-festival.de
Euer Marcel